Der Wiesbadener Hauptbahnhof

Wiesbaden 1 Wiesbaden 2
Strassenschild

Der Bahnhof gilt als das Hauptwerk von Klingholz. Vom 15. April 1905 an leitete er die Bauausführung des von ihm entworfenen Empfangsgebäudes, dessen künstlerische Durchbildung er bis zur Vollendung des Baus fortführte. Am 15. November 1906 konnte das große Gebäude mit seinen Nebenanlagen festlich eingeweiht werden. Dem Hauptbahnhof fehlte nichts: ein stattlicher Turm, ein Kaiserpavillon, Uhren an schweren Ketten, allegorische Frauengestalten aus Stein, verschnörkelte Wasserspeier und pompös ausgestattete Wartesäle, Kostenpunkt: 20,25 Millionen Mark. Der Bau war sicherlich Anstoß zu seinem beruflichen Aufstieg, sowohl zu seiner Laufbahn als auch Hochschullehrer als auch zur Auftragserteilung für weitere Bahnhofsprojekte. Die Wiesbadener ehrten Klingholz 2007 posthum, indem eine kleine Straße, die zum Bahnhof führt, Klingholzstraße benannt wurde.
Der Bericht zur Einweihungsfeier des Bahnhofs: Orden und Gänseblümchen
Der Bahnhof wurde in den Jahren 2000 bis 2002 nach Plänen von Albert Speer & Partner teilweise und in den Jahren 2010 bis 2014 in seiner Gesamtheit saniert und modernisiert. Eine ausführliche Darstellung der Maßnahmen kann in: "Hauptbahnhof Wiesbaden - Der Bahnhof für die Kur- und Landeshauptstadt" (VBN Verlag Bernd Neddermeyer GmbH, Berlin 2015) nachgelesen werden. 2006 fand die Hunderjahrfeier zur Eröffnung des Bahnhofs statt: 100 Jahre Wiesbadener Hauptbahnhof

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